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Ein Laptop auf einem Tisch neben einem Glas Orangensaft.

7. Dezember 2022

New Work

Das Beste aus zwei Welten – neue Wege des Homeoffice

Spätestens seit Beginn der Pandemie musste in jedem Unternehmen über das Thema Homeoffice diskutiert werden. Während es für einige Arbeitnehmer bereits eine Selbstverständlichkeit ist, von überall aus arbeiten zu können, ist für andere die Option des Homeoffice absolutes Neuland.

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Inhalt

Eins ist klar, sowohl die Arbeit von zu Hause aus als auch die Arbeit in Präsenz bietet Vor- und Nachteile.  

Arbeitgeber:innen werden immer mehr in die Pflicht gedrängt, ihren Mitarbeiter:innen flexible Arbeitsmodelle anzubieten. Während es für manche nicht mehr in Frage kommt in einem Unternehmen zu arbeiten, welches die Möglichkeit zum Homeoffice nicht bietet, ist es für andere undenkbar, nicht den täglichen Weg ins Büro anzutreten.  

Dieser Artikel soll die Vor- und Nachteile der Arbeit im Homeoffice beleuchten und als Anreiz dienen, bisherige Wege und Arbeitsstrukturen zu überdenken. Dabei klären wir auf, für welche Lösung wir uns bei der Nerd Republic entschieden haben und stellen neue Modelle vor.  

Homeoffice, Hybrid oder doch ins Büro?

Alle Mitarbeiter:innen der Nerd Republic arbeiten ausschließlich Remote. Für uns war es auch nie eine Option dies zu ändern. Wir kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen, haben unterschiedlichste Skills und wohnen in unterschiedlichsten Städten. Neue Wege der Arbeit bedeuten auch neue Arbeitsbedingungen. So arbeitet beispielsweise Annabell von Bali aus, Maxi schaltet sich aus Australien dazu, Stefan sitzt in Düsseldorf und Sarah in Berlin.  

Für Jobs, in denen eine physische Anwesenheit vor Ort nicht zwingend erforderlich ist, ist die prinzipielle Ablehnung der Arbeit aus dem Homeoffice eine Verschwendung von möglichem Potential. Wie schade ist es, sowohl für Arbeitgeber:innen als auch Arbeitnehmer:innen, wenn ein Jobangebot wie die Faust aufs Auge passt, aber der Standort der Firma am anderen Ende von Deutschland (oder sogar der Welt) ist und ein Umzug dorthin nicht in Frage kommt?  

Oftmals werden die Digitalisierung und die vielen Möglichkeiten, die sie mit sich bringt, gelobt. Das Optimieren von Prozessen und vor allem eine schnelle Anpassungsfähigkeit sind die meist genannten Vorteile. Aber wenn dann die Forderung nach mehr Flexibilität am Arbeitsplatz und somit eine Anpassung der Unternehmen an die Arbeitnehmer:innen aufkommt, lautet die Antwort leider noch oft Nein.  

Warum ist das so?

Liegt es am mangelnden Vertrauen den Mitarbeiter:innen gegenüber? An fehlenden Kontrollen, da nicht mehr direkt überprüft werden kann, ob Person X tatsächlich am Schreibtisch sitzt? Oder doch an fehlenden technischen Kompetenzen?  

Vor allem letzteres sollte nach zwei Jahren Pandemie eigentlich nicht mehr der Fall sein.  

Im Großteil der Berufe wird heutzutage nicht mehr benötigt als ein Laptop und eine stabile Internetverbindung. Ist diese Basis gegeben, können Mitarbeiter:innen ihre Arbeit genauso gut von einem anderen Ort aus erledigen, welcher nicht das Büro ist. 

Es muss aber fairerweise betont werden, dass Remote Arbeit auch demotivierend sein kann. Isolation und Einsamkeit durch permanentes Arbeiten von zu Hause können ein Problem darstellen und auch die Teammoral kann geschwächt werden, wenn jeder nur für sich vor dem Laptop arbeitet. Mit kleinen Kindern im Haus, die natürlich auch ihre Aufmerksamkeit brauchen, fällt es womöglich schwer, die Konzentration über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten.  

Wenn also beide Extreme – ausschließlich im Homeoffice zu arbeiten oder jeden Tag zum Büro pendeln zu müssen – nicht optimal sind, scheint die beste Lösung ein Hybridmodell zu sein. Bei diesem teilen die Mitarbeiter:innen ihre Zeit zwischen der Arbeit von zu Hause und der Arbeit im Büro auf. Es ermöglicht den Mitarbeiter:innen, das Beste aus beiden Welten zu nutzen – die Flexibilität der Heimarbeit und die soziale Interaktion der Arbeit im Büro.  

Allerdings birgt dieses Modell auch einige Herausforderungen. Zum einen kann es herausfordernd sein, das richtige Gleichgewicht zwischen der Arbeit von zu Hause und der Arbeit im Büro zu finden. Und wenn Sie Mitarbeiter haben, die in verschiedenen Teilen des Landes leben, ist es schwieriger, die Zeitpläne aller Mitarbeiter:innen zu koordinieren. 

Wie kann trotz Homeoffice die Zusammenarbeit im Team gestärkt werden?

Wir bei der Nerd Republic finden auch, dass Teambuilding unentbehrlich ist für gute Zusammenarbeit. Und trotz der zahlreichen Remote Formate, in denen man sich heutzutage virtuell treffen kann, ist ein gemeinsames Essen im Restaurant oder ein Bier an der Bar doch kaum ersetzbar. Für uns haben wir also die Lösung gefunden, dass wir uns ca. alle drei bis vier Monate gemeinsam in Präsenz treffen. Verbinden tun wir dies mit unserem vierteljährig stattfindenden Iteration Planning.  

Es ist ein guter Kontrast sich dann live und in Farbe zu sehen und bringt uns jedes Mal nicht nur beruflich voran, sondern stärkt das Teamgefühl unglaublich.  

Und die Moral von der Geschicht?

Es gibt keine Allrounder Lösung. Jedes Unternehmen und vor allem seine Mitarbeiter:innen sind unterschiedlich. Ziel dieses Artikels war es viel mehr darauf aufmerksam zu machen, dass es nicht nur heißen muss “Homeoffice ja oder nein”. Hybridmodelle können viele verschiedene Formen und Gestalten annehmen. Eine Möglichkeit kann beispielsweise sein, einmal wöchentlich, monatlich, quartärlich oder jährlich in Präsenz zusammen zu treffen.


Es gibt kein richtig oder falsch, es geht vielmehr darum, bisherige Strukturen in Frage zu stellen, zu überdenken und wenn möglich zu verändern. Gerne Unterstützen wir dich mit unseren Erfahrungen bei der Erarbeitung neuer Konzepte.